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08.03.2018 - BKZ Sachsen: Der Breitbandausbau im ländlichen Raum kommt!


(© BKZ Sachsen)

Wo liegen die Herausforderungen beim Breitbandausbau im ländlichen Raum und wie kann diesen begegnet werden?

Diese Fragestellung stand am 1. März 2018 im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung an der TU Bergakademie Freiberg, bei der das Breitbandkompetenzzentrum Sachsen als Gastreferent eingeladen war.

Die BWL-Professur mit Schwerpunkt Baubetriebslehre hatte am 1. März 2018 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Breitbandausbau im ländlichen Raum – Herausforderungen und Fördermöglichkeiten“ an die TU Bergakademie Freiberg eingeladen. Gemeinsam mit rund 80 Teilnehmern – vorrangig kommunale Vertreter – wurde diskutiert, wie der Breitbandausbau in der Fläche erfolgreich umgesetzt werden kann, welche technischen Lösungen für die Breitbandversorgung ländlicher Räume existieren und wie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Breitbandausbau gesichert werden können.

Reinhard Jung, Leiter des Breitbandkompetenzzentrums Sachsen (BKZ Sachsen), erläuterte als Referent, weshalb sich der Ausbau in ländlichen Regionen oftmals schwieriger gestaltet als in urbanen Regionen und welche Fördermöglichkeiten bestehen, dies auszugleichen. Er machte dabei deutlich, dass der Breitbandausbau zwar grundsätzlich Aufgabe der Telekommunikationsunternehmen ist, diese aber nur tätig werden können, wenn der Ausbau für sie wirtschaftlich rentabel ist. Das heißt, dass Telekommunikationsunternehmen als Wirtschaftsunternehmen häufig nur dann aktiv werden, wenn die zu erwartenden Einnahmen die Ausbaukosten übersteigen. Aufgrund der geografischen Gegebenheiten ist dies jedoch gerade im ländlichen Raum oftmals nicht gewährleistet.

Um diesen schwierigen Voraussetzungen zu begegnen, haben die Europäische Union, der Bund und der Freistaat Sachsen verschiedene Förderinstrumente geschaffen, dank derer die Kommunen in der Lage sind, auch ohne Unterstützung aus der Wirtschaft schnelles Internet in die Fläche zu bringen. Die jeweiligen Fördermöglichkeiten, die den Kommunen zur Verfügung stehen, stellte Herr Jung in seinem Vortrag vor. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass bei der Verwendung von öffentlichen Mitteln andere Rahmenbedingungen gelten, als dies bei einem eigenwirtschaftlichen Ausbau der Fall ist. Sobald Steuermittel in Anspruch genommen werden, muss sichergestellt sein, dass die Gelder sachgerecht verwendet werden. Dies begründet auch die Komplexität und Langwierigkeit des Förderverfahrens. Herr Jung warb daher bei den kommunalen Vertretern um Geduld.

Dass der Breitbandausbau mit Einbindung von Fördermitteln für sächsische Kommunen dennoch ein gangbarer Weg ist, wurde durch einen Erfahrungsbericht der Großen Kreisstadt Schwarzenberg deutlich. Die Vertreterin des Bauamtes schilderte eindrucksvoll ihre Erfahrungen und wies in dem Zusammenhang auf die Beratung durch das BKZ Sachsen hin, das sowohl Schwarzenberg als auch die anderen sächsischen Kommunen aktiv bei allen Fragen rund um den Breitbandausbau unterstützt.

Fazit des BKZ Sachsen war daher: Der Breitbandausbau kommt – Die Nachteile des ländlichen Raums können mit Hilfe der bestehenden Förderprogramme ausgeglichen werden! 

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